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Onlinestudium während Corona an der NU

Onlinestudium während Corona an der NU

Erfahrungsbericht von Armin R.

Statt Sonne, Strand und Meer heißt es für mich im lang ersehnten Auslandssemester, Wolken, Schnee und die Zeit hauptsächlich am Schreibtisch in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Denn anstatt vor Ort an der National University in San Diego in Kalifornien zu studieren, muss ich dank Corona mein vier Monate langes Auslandssemester online absolvieren.

Obwohl der Traum geplatzt ist, muss ich nach dem ersten Monat des Onlinestudiums sagen, dass ich definitiv positiv überrascht bin und der Unterricht sehr reibungslos abläuft. Vor allem auch, da man an der National University seine Kurse asynchron belegen kann, was bedeutet, dass man sich die Zeit selber einteilt und von der Zeitverschiebung nicht beeinflusst wird. Das Gute ist außerdem, dass dieser Prozess reibungslos funktioniert und bei mir definitiv Fragen aufwirft warum es an meiner Uni oder bei Freunden nach fast einem Jahr Corona-Pandemie immer noch nicht so richtig klappt mit dem Online-Studium. Dies war eine meiner größten Befürchtungen, die sich zum Glück nicht bewahrheitet hat. Die Vorstellung jeden Abend bis tief in die Nacht an Online-Vorlesungen teilzunehmen war natürlich nicht besonders reizvoll.

Alltag im Onlinestudium während Corona

Ich möchte euch einfach mal berichten, wie der online Studienalltag an der National University aussieht. Man belegt pro Monat immer einen Kurs, was ehrlicherweise sehr angenehm ist, da man sich einen Monat lang auf ein Thema fokussiert anstatt diverse Fächer zu belegen und immer nur einen Bruchteil der Informationen mitzunehmen. Der Kurs wird ca. 1-2 Tage vor Beginn freigeschaltet und man hat sofort Zugriff auf alle Materialien und sieht was einen über den Monat an Aufgaben und Prüfungen erwartet. Der größte Unterschied zu Deutschland ist, dass man durchgehend Assignments und Projekte abgibt die bewertet werden, anstatt einer einzigen Klausur oder Hausarbeit am Ende des Semesters. Die Inhalte erarbeitet man sich selber anhand von bereitgestellten Foliensätzen und einem eBook, welches aber leider nicht Teil der Studiengebühren ist. Man gibt jede Woche kleine Assignments ab und diskutiert die Ergebnisse der Kommilitonen. Außerdem hat man pro Woche noch eine kleinere Case Study. Hinzu kommen das Midterm-Exam nach zwei Wochen und am Ende des Monats noch das Final Exam. Darüber hinaus hat man noch eine Hausarbeit über die Dauer des Kurses zu erstellen im Umfang von ca. 10-15 Seiten, was alles in allem sehr gut machbar ist. Zwar ist der Arbeitsaufwand höher als in Deutschland und man muss immer dabei bleiben, da auch Fleiß bewertet wird, die Schwierigkeit ist jedoch deutlich geringer. Was mir aufgefallen ist, dass ich wirklich viel aus den Inhalten mitnehme, da ich mich kontinuierlich mit dem Fach auseinandersetze.

Ansonsten kann man über die National University noch sagen, dass die gesamte Verwaltung enorm hilfsbereit ist und einem bei allen Themen schnell unterstützt. Auch die Dozenten antworten innerhalb von 24 Stunden, sogar am Wochenende. Zusammenfassend würde ich sagen, dass ich trotz Onlinestudium während Corona eine Menge Spaß habe und froh bin dass ich während der Pandemie mit der National University eine so gute Alternative gefunden habe.